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Normandie & Bretagne

Für die Sommerferien 2026 haben wir uns die Normandie und die Bretagne als Urlaubsziele ausgesucht. Unsere Unterkünfte liegen alle in der Nähe der Küste, so hoffen wir auf angenehme Temperaturen mit einer frische Meeresbriese. Wir sind sehr gespannt auf das Meer, die Landschaft und die historischen Ortschaften aber auch auf leckeres, französisches Essen und ein gutes Gläschen Wein.

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Pünktlich um 8 Uhr waren aller Koffer im Auto verstaut und los ging es Richtung Normandie. Auf entspannten Französischen Autobahnen ging es mit gemütlichen 130 km/h über Reims und Armiens vorbei an die Küste der Normandie. Kurz vor 16 Uhr kamen wir dann, begrüßt von ein paar Katzen, an unserem kleinen normannischen Häuschen in der Nähe des berühmten (?) Dorfes Bénouville an. Da gab es übrigens kein Internet, deshalb kommen die Bilder und Geschichten aus der Normandie mit ein paar Tagen Verspätung aus der Bretagne.

Bénouville liegt direkt an den Klippen der Alabasterküste zwischen den Ortschaften Étretat und Fécamp. Deshalb konnten wir auch den ersten Wanderausflug, nach einem kurzen Abstecher an den lokalen Strand (Wasser weg - Ebbe) direkt von unsere Unterkunft aus starten. Nach knapp eineinhalb Kilometern konnten wir die ersten Ausblicke auf die Klippen genießen. Dem Küstenwanderweg folgten wir bis Étretat und zurück mussten wir ja auch noch. Auch hier in der Normandie herrscht, wie daheim, große Trockenheit und auch das Gras oben auf den Klippen war leider sehr braun.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ging es heute zuerst Fécamp. Nach einem kurzen Frühstück bummelten wir die lange Strandpromenade entlang bis zur Hafeneinfahrt. Von dort ließen sich prima die ein- und ausfahrenden Boote bestaunen, das Segelschiff hat uns besonders gut gefallen. Auf dem Rückweg zum Parkplatz viel uns ein markanter Turm auf, der zum Palais Bénédictine gehört. Dort wird basierend auf einem Rezept der alten Mönche ein leckerer Kräuterlikör hergestellt. Bei einem Regentag könnte man das Palais auch besichtigen und erfahren, wie der Likör hergestellt wird. Nach einem kurzen Stopp an einer Radarstation mit Blick zurück auf Fécamp fuhren wir in die Ortschaft Veules-les-Roses. Durch die Stadt fließt der mit 1149 Metern kürzeste Fluss Frankreichs, an dem man schön entlang laufen kann. Veules-les-Roses wurde 2017 mit dem Prädikat "Die schönsten Dörfer Frankreichs" ausgezeichnet.

Étretat liegt zwar mitten zwischen den schönsten Klippen der Alabasterküste, ist jedoch völlig überlaufen und furchtbar touristisch. Ein Highlight wollten wir uns trotzdem nicht entgehen lassen: Den Jardins d'Etretat. Eine Mischung aus Gartenlandschaft und Kunstwerk. Viele Besucher flitzten in kurzer Zeit durch und waren dann wohl etwas enttäuscht, wir genossen aber die Mischung aus Garten und den teils skurrilen Kunstwerken. Besonders die "Tropfen" mit den Gesichtern hatten es uns angetan.

Heute war Umzugstag, es ging von der Normandie in die Bretagne. Genauer gesagt ins Finistère, also ans Ende der Welt. Auf der Halbinsel Crozon haben wir in Lanvéoc im Hôtel Le Poulmic ein Zimmer. Das Hotel sieht zwar von außen unspektakulär aus, die Zimmer sind aber nett und modern eingerichtet. Günstig ist es auch noch und die Leute sind super freundlich, ein familiengeführtes Hotel in der fünften Generation. Und ein Restaurant mit genauso netten Leuten und sehr gutem Essen ist nur 500 Meter entfernt. Was will man mehr? Klare Empfehlung!

Heute stand die erste Erkundung der Halbinsel, auf der wir wohnen, an. Los ging es am Vormittag mit dem Aussichtspunkt Pointe de Pen Hir mit tollen Felsen vor blauem Meer. Hierher wollen wir auf jeden Fall noch mal zum Sonnenuntergang kommen. Nach einer kurzen Rast am Strand Plage de Pen Hat gab es noch mehr Aussicht vom Berg direkt dahinter bevor es zum Mittagessen nach Camaret-sur-Mer ging. Beim anschließenden Stadtbummel besichtigten wir noch die Kirche Chapelle Notre-Dame-de-Rocamadour und de Turm Tour Vauban. Zum Schluss fuhren wir noch um die Halbinsel von Roscanvel. Dort finden sich jede Menge Forts und Bunker aus dem Zeit des 2. Weltkriegs. Nicht so unseres.  

Ganz am Südende der Halbinsel Crozon befindet sich das Cap de la Chèvre, ein Naturschutzgebiet mit Heidekraut, Ginster und einer felsigen Küste. Bei der Wanderung entlang des Caps entdeckten wir nicht weit weg einen Strand. Also zurück zum Auto Google Maps befragt und ab an den Plage de la Palue. Außer ein paar Surfern war niemand dort und so hatten wir fast den ganzen, riesigen Strand für uns. Weiter ging es zu einer kleinen Rundwanderung zum Château de Dinan. Keine wirkliches Schloss aber die Insel hat schon was Burgenähnliches. Sogar eine natürliche Brücke über den "Wassergraben" gibt es.

Heute Abend ging es noch mal los: Mit Baguette, Käse, Schinken und Bier bewaffnet fuhren wir zum

Aussichtspunkt Pointe de Pen Hir zum Sonnenuntergang schauen. Leider hatte es einige Wolken und wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben. Doch dann färbte sich der Himmel rot und mit den Felsen im Vordergrund gab es noch einige tolle Bilder.

Nach so viel Landschaft war heute Kultur angesagt. Wir fuhren nach Landévennec und nach einem kurzen Bummel im Hafen besuchten wir die dortige Klosterruine. Schon im 9. Jahrhundert gab es dort das erste Kloster und über die Jahrhunderte wurde es immer mal wieder zerstört, aufgebaut und umgebaut. Schon beeindruckend wenn man durch Jahrhunderte der Geschichte läuft.  

Heute früh ging es in den Forêt de Huelgoat. In dem Waldgebiet liegen viele, riesige Findlinge, die zum Teil skurrile Formen haben. Wie z.B. der "Champignon" der wirklich wie ein riesiger Pilz aussieht. Entlang eines Baches, der leider ziemlich wenig Wasser führte, türmten sich die Steine. Durch schmale Gänge und Spalten führte der Weg bevor man schließlich in der Ortschaft Huelgoat an der Mühle Le Moulin du Chaos herauskam. Wie überall war es auch hier sehr trocken, auf dem Boden lag braunes Laub und es sah ein Bisschen nach Herbst aus. Nach der Rückkehr in unsere Unterkunft und einer kurzen Regenpause machten wir noch eine Rundwanderung zu der Aussicht auf die l'île Vierge mit türkisfarbenem Wasser. Bei Sonne wäre es sicher noch türkiser.

Heute war unser letzter Tag auf der Halbinsel Crozon. Da unsere nächste Unterkunft auf der Halbinsel Cap Sizun nur etwas mehr als eine Autostunde entfernt ist, hatten wir noch etwas Zeit auf Entdeckungsreise zu gehen. So haben wir noch ein paar schöne Stellen gefunden, die wir bisher noch nicht kannten. Da unsere neue Unterkunft eine Ferienwohnung ist mussten wir vorher noch fürs Frühstück usw. einkaufen. Stilvoll bei Lidl. Die neue Unterkunft ist eine umgebaute Mühle mit modernem Anbau für Küche und Bad. Das Schlafzimmer im oberen Stockwerk ist allerdings nur über eine recht abenteuerliche Treppe erreichbar. Mal sehen, wie oft ich mir den Kopf anhaue - mal sehen ob es eine Empfehlung gibt.

Heute haben wir die nähere Umgebung unserer Unterkunft entdeckt. Direkt nebenan liegt der Aussichtspunkt Pointe de Castelmeur, der ist in keinem Reiseführer aber absolut empfehlenswert! Von dort aus möchten wir auf jeden Fall auch noch eine Küstenwanderung machen. Der Aussichtspunkt Pointe du Van ist im Reiseführer, war ganz nett aber weniger spektakulär. Der letzte Stopp mit Aussichtspunkt war dann am Réserve du Cap Sizun, einem Naturschutzgebiet an dem man viele Seevögel beobachten kann. Leider haben die aber auch schon Urlaub, so blieben nur die schönen Aussichten auf die Felsen und das Meer. Eine kleine Stärkung gab es dann noch in der Bar Buvette am Pors Théolen, wo man ganz nett sitzt.

Heute stand ein Ausflug auf die Insel l’Île de Sein auf dem Programm. Nach einer einstündigen, ziemlich schaukeligen Überfahrt kamen wir dann doch wohlbehalten dort an. Nach einem kleinen Bummel durch den Hafen ging es entlang der Küste zum Leuchtturm Phare de Goulenez, dem Wahrzeichen der Insel. Unterwegs gab es wirklich spektakuläre Aussichten. Direkt neben dem Leuchtturm gibt es die Meeresfrüchtefarm 

Les Coquillages de l'Ile de Sein, wo man ganz frische Austern probieren kann. Schmeckten gar nicht mal so schlecht wie befürchtet. Zurück in der Ortschaft und nach einer kleinen Stärkung ging es zurück aufs Schiff und nach Audierne, vorbei am Leuchtturm Phare de la Vieille vor dem Pointe du Raz. Die Rückfahrt war zum Glück auch deutlich ruhiger. 

Am Abend noch kurz zum Sonnenuntergang bei uns um die Ecke.

Nach soviel Küste besuchten wir heute das Dorf Pont-Croix. Die kleine Stadt wird wurde als "Petite Cité de Caractère de Bretagne" ausgezeichnet und man kann durch die mittelalterlichen Gassen schlendern. Das Zentrum bildet die Kirche Notre-Dame de Roscudon, wirklich beeindruckend. Nach einem Besuch bei einem lokalen Bäcker machten wir uns auf zurück zur Unterkunft, denn am Abend hatten wir auch noch was vor. 

Am Abend fuhren wir nach Pointe du Raz, dem westlichsten Zipfel unserer Halbinsel. Das ist zwar nur wenige Autominuten von unserer Unterkunft entfernt aber bisher haben wir vermieden dort hin zu fahren, da es immer recht voll ist. Deshalb war die Idee dort am Abend hin zu gehen, den Sonnenuntergang zu betrachten. Auf dem Weg dort hin gab es noch mal einen tollen Blick auf den Pointe du Van, wo wir vorgestern waren. Nachdem wir uns ein schönes Plätzchen gesucht hatten wurden wir sofort von ein paar neugierigen Möwen besucht, die ziemlich zutraulich waren. Der Sonnenuntergang war zwar hinter den Wolken, dennoch gab es ein paar schöne Motive.

Als wir heute früh aufgewacht sind hat es gestürmt und geschüttet. Beim Frühstück wurde es dann etwas besser aber die Wettervorhersage für heute war "wechselhaft". Deshalb entschieden wir uns für "Aussichtspunktlotterie", d.h. wir suchten auf Google Maps Aussichtspunkte und schauten dann, ob die auch wirklich sehenswert sind. Der erste, Pointe de Brezellec, war ganz nett und nachdem sich der Nieselregen und die Wolken verzogen hatten, konnten wir auch ein paar Bilder machen. Wirklich toll wurde es dann am Phare du Millier. Die Wanderung entlang der Küste zum Leuchtturm war super und man hatte tolle Ausblicke. Der Leucht"turm" ist eigentlich nur ein Haus auf den Klippen mit einem Leuchtfeuer. Wir machten noch einen kurzen Abstecher zur Wassermühle Moulin de Keriolet wo uns der Müller irgendwie bekannt vorkam. Es stellte sich heraus es war der Bäcker, bei dem wir gestern in Pont-Croix waren, der hier sein Mehl selber mahlt. Zurück zum Auto wurden wir dann wieder ein wenig nass und machten nur noch einen kurzen Abstecher zum Pointe de Kastel Koz bevor wir uns in der Bar am Strand Plage de Théolen noch ein Bier gönnten.

Heute haben wir als Kontrastprogramm mal wieder eine Stadt besucht. Locronan hat nur knapp 900 Einwohner und ist als eines der Plus beaux villages de France, eines der schönsten Dörfer Frankreichs, klassifiziert. Das Erscheinungsbild des Dorfes ist komplett mittelalterlich, weshalb hier auch schon viele Filme gedreht wurden. Außerdem gibt es dort eine Bäckerei, die die besten Schokoladencroissants macht. Wir mussten gleich zwei davon essen. 

Als wir zurück zu unserer Unterkunft kamen schüttete es wie aus Eimern und wir hatten uns schon auf einen faulen Abend eingestellt. Kurz darauf kam aber wieder die Sonne raus und so beschlossen wir noch eine kleine Wanderung an unserer Lieblingsküste direkt bei uns ums Eck zu machen.

An unserem letzten Tag auf der Halbinsel Cap Sizun unternahmen wir einen Ausflug, der uns zuerst nach Concarneau führte. Die befestigte, historische Altstadt, Ville Close, liegt auf einer Insel, die man nur über eine schmale Brücke oder mit einer Fähre erreicht. Man kann die Stadt auf der Festungsmauer umrunden und es gibt viele alte Häuser. Nur gab es in den alten Häusern genauso viele Touristenläden mit allem möglichen Kram zu kaufen (Sardinen in der Dose sind gerade richtig angesagt) und auch genauso viele Touristen. Immerhin fanden wir ein Restaurant zum Mittagessen, war wirklich gut. Dann ging es etwas außerhalb von Concarneau zum Château de Keriolet, mit einer recht skurrilen Geschichte der Fürstin Jussupowa, einer Tante des letzten russischen Zaren. Hier nachzulesen (Seite ist auf Französisch, muss im Browser übersetzt werden). Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher nach Pont-Aven, einem Künstlerdorf, in dem auch Paul Gaugin eine Zeit lange lebte und arbeitete.

Gestern war unser letzter Abend auf der Halbinsel Cap Sizun und deshalb sind wir mit zwei Bier bewaffnet noch mal an unseren Lieblingsaussichtspunkt Pointe de Castelmeur zum Sonnenuntergang. War auch wirklich noch mal sehr schön. Heute ging es dann, mit kleinem Umweg, zu unserer letzten Station nach Tregastel. Unterwegs trafen wir uns noch in Meneham mit einer ehemaligen Arbeitskollegin von Uli, die auch in der Bretagne unterwegs sind. In Tregastel angekommen bezogen wir unser Hotelzimmer. Das Hotel macht von Außen nicht so viel her aber der Blick aus dem Zimmer ist umso spektakulärer. 

Da unser Hotel direkt an der Granitküste liegt konnten wir heute morgen direkt vom Hotel aus zu Fuß starten. Nach einem kurzen Rundgang am Strand und am Hafen ging es weiter zur Halbinsel Île Renote. Dort gab es nicht nur eine tolle Felsenlandschaft am Meer sondern auch ein paar nette Häuschen. 

Heute gab es eine zwei Premieren in diesem Urlaub. Zum Einen war draußen bedeckter Himmel als wir heute früh aufgewacht sind . Graue Wolken und von der Sonne keine Spur. Dann waren wir heute im arktisch kalten, bretonischen Meer schwimmen. Aber nur ganz kurz! Außerdem unternahmen wir noch einen Spaziergang nach Ploumanac’h, kauften ein paar Mitbringsel für daheim und einen Crêpes gab es auch noch. Mal sehen, wie es morgen früh aussieht.  

Leider sah das Wetter heute früh auch nicht wirklich besser aus. Das hielt uns aber nicht davon ab um 7 Uhr aufzustehen damit wir vor allen anderen in Ploumanac’h waren. So konnten wir die Rosa Granitküste erst mal ganz allein für uns genießen. Nach ausgiebiger Besichtigung des Leuchtturms Phare de Mean Ruz ging es weiter die Küste entlang mit vielen skurrilen Steinformationen. Zwischendurch kam sogar mal kurz die Sonne raus. Basstölpel und einen Delfin haben wir auch noch gesehen und pünktlich als der Regen einsetzte saßen wir wieder im Auto. Soviel wandern wurde dann anschließend noch mit einem leckeren Crepe belohnt.  

Morgen früh packen wir unsere sieben Sachen ins Auto und verabschieden uns von der Bretagne. Nach einem Stopp und Übernachtung in Amiens geht es am Sonntag dann zurück nach hause.

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