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Weihnachten & Silvester auf Madeira

Nach einem doch recht turbulenten Jahr mit einigen Veränderungen freuen wie uns auf eine gemütliche Weihnachtszeit und den Jahreswechsel 2025. Dafür haben wir zum ersten Mal ein Hotel auf der Nordseite der Insel bei Santana gebucht. Das Hotel Quinta Do Furao sollte uns nicht nur eine spektakuläre Aussicht bieten sondern auch neu Möglichkeiten für Wanderungen und Entdeckungen ohne längere Anfahrten quer über die Insel. Mal schauen wie das Wetter wird, wir hoffen auf nicht zu viele Wolken oder Regen. Für die zweite Woche haben wir uns wie 2021 im Landhotel Atrio bei Estreito da Calheta einquartiert, von der Unterkunft waren wir vor vier Jahren sehr begeistert. 

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Nach vier Stunden Flug und einigen Schwierigkeiten am Flughafen mit unserem Mietwagen sind wir gestern am späten Nachmittag im Hotel angekommen. Da es um 18 Uhr schon dunkel wird reichte es gestern Abend nur noch zu einem leckeren Abendessen im Restaurant Cantinho da Serra. Sehr urig! Heute ging es dann bei recht gutem Wetter die Nordküste entlang Richtung Osten. Wir hielten an jedem Miradouro und an jedem Strand und waren von der riesigen Wellen begeistert. Eine Stärkung gab es dann im Restaurant São Cristóvão mit wirklich spektakulärer Aussicht. Morgen soll das Wetter auch noch ganz gut sein, mal schauen ob wir unsere erste Levadawanderung unternehmen.

Bei richtig gutem Wetter brachen wir nach Queimadas auf, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Vom Parque Florestal das Queimadas mit dem witzigen Hexenhäuschen ging es entlang der Levada do Caldeirão Verde. Zunächst führte der Weg gemütlich auf einem breiten Waldweg mit riesigen Bäumen entlang. Bald ging es aber auf schmalen, gesicherten Wegen oder auf der Levadamauer recht abenteuerlich weiter. Das viele Grün und einige Wasserfälle begeisterten uns so sehr, dass wir fast den Rückweg verpasst hätten. Zur Stärkung kehrten wir in ein tolles Lokal in Porto da Cruz ein und probierten auch noch den lokalen Rum.

Heute ist der 24.12., Weihnachten und Wetter wie in Deutschland: 13 Grad und Regen. Deshalb haben wir es erst mal langsam angehen lassen und einige der tollen Pflanzen fotografiert, die es hier gibt. Dann sind wir noch nach Santana, bei uns um die Ecke, gefahren und haben dort die typischen, dreieckigen Häuschen angeschaut. Schön hergerichtet und angestrichen. Wenn man ein bisschen sucht findet man auch noch originale Häuschen, die sehen dann doch etwas anders aus. Trotz schlechtem Wetter sind wir auch noch ans Meer und am Aussichtspunkt oberhalb von Faial kam dann sogar die Sonne raus. 

Heute war das Wetter wieder besser und so fuhren wir auf den Parkplatz an dem der Wanderweg auf den Pico Ruivo beginnt. Dort standen wir aber im Nebel und Nieselregen, so dass wir diesen Plan recht schnell wieder aufgaben. Da es ganz im Westen der Insel nach Sonne aussah entschieden wir uns für eine Wanderung am Ponta de São Lourenço. In einer Landschaft die mehr nach Irland als nach Madeira aussieht ging es über Stock und Stein zum Cafe Casa do Sardinha - nur um dort angekommen festzustellen, dass es geschlossen hat. Die Wanderung mit grandioser Landschaft und herrlichem Sonnenschein hat sich trotzdem gelohnt.  

Nach unserer anstrengenden Wanderung gestern war für heute etwas gemütlicheres angesagt. Das Wetter war ganz gut und so entschieden wir uns auf die andere Seite der Insel zu fahren und die Palheiro Gardens zu besuchen. Schön war, dass außer uns nur wenige Besucher da waren und, dass trotz Winter, einige Pflanzen blühten. Besonders die Kamelien hatten noch viele Blüten trotz des Regens der letzten Tage. Und einen Tee im Teehaus haben wir uns auch noch gegönnt. Nach kurzen Abstechern nach Santa Cruz und zum Miradouro da Portela gab es noch ein leckeres Abendessen im Restaurant Baía do Bago in Porto da Cruz. 

Trotz durchwachsenem Wetter haben wir uns heute zu einer Levadawanderung aufgemacht. Morgen ziehen wir um in den Süden der Insel und dann sind die Ziele hier im Norden schlechter erreichbar. Unser Ziel war die Wanderung PR 18 Levada do Rei, die Lavada des Königs. Der hatte bestimmt Gummistiefel denn, wie im Internet angekündigt, war es ziemlich nass und matschig. Trotzdem haben wir es bis zum Wasserfall und darüber geschafft ohne allzu nasse Füße zu bekommen. Die Natur und die Pflanzen waren wieder überwältigend.

Heute war Umzugstag von Santana ins Hotel Atrio in Estreito da Calheta im Südwesten von Madeira. Da das Wetter in Santana gar nicht so schlecht war entschieden wir uns noch mal in die Berge zum Startpunkt der Wanderung auf den Pico Ruivo, dem höchsten Berg von Madeira, zu fahren. Dort angekommen sah es erst mal nicht wirklich gut aus aber die Wolken verzogen sich mehr und mehr und so machten wir uns auf den Weg. Und tatsächlich hatten wir bald blauen Himmel und tolle Sicht. Nach dem Abstieg und einer kleinen Stärkung im Cabo Aéreo Café machte wir uns auf den Weg zum Atrio.

Nach der Wanderung und dem Umzugstag gestern haben wir es heute erst mal langsam angehen lassen: Ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann ab ans Meer bei uns den Berg runter nach Jardim do Mar. Dort schlenderten wir durch die engen Gassen und an der Promenade entlang. Dann ging es noch kurz nach Paúl do Mar mit "O Homem do Mar", dem Mann aus dem Meer und dem Wasserfall Paúl do Mar direkt am Hafen.  

Nachdem es ab gestern Nachmittag und die ganze Nacht durch geregnet hat brachen wir heute Vormittag bei strahlendem Sonnenschein Richtung Porto Moniz ganz im Nordwesten der Insel auf. Unterwegs machten wir "Miradourohopping" und hielten z.B. am Leuchtturm Farol da Ponta do Pargo und an der Kapelle Capela Nossa Senhora de Boa Morte. In Porto Moniz angekommen unternahmen wir einen Stadtbummel und bewunderten die tollen Wellen. Nach einer Stärkung und einem kurzen Stopp am Strand von Ribeira da Janela mit imposantem Felsen ging es auf die Hochebene zum Parque Florestal do Fanal, wo wir die verwunschenen Bäume bewunderten. Zum Abschluss gab es noch einen Sangria bzw. ein Bier in Jardim do Mar.  

Nachdem es an Silvester und Neujahr geschüttet und gestürmt hat, wir haben sogar des Silvesterfeuerwerk in Funchal sausen lassen, gab es heute zumindest zwischendurch ein paar trockene Phasen. Und die Sonne hat sogar mal durchgeblinzelt. Aber nur bis zum nächsten Regenschauer. Das schöne dabei ist, dass es an der Steilküste ganz viele Wasserfälle gibt. Deshalb, und auch weil die Wettervorhersage für die Nordküste etwas besser aussah, sind wir nach Seixal gefahren und dort ein wenig durch die Ortschaft gebummelt. Wieder zurück auf "unserer" Seite der Insel gab es noch einen Poncha in unserer Lieblingsbar "Cafetaria Portinho" in Jardim do Mar mit Blick auf die tolle Brandung.   

Letzter Tag auf Madeira und es regnet. Zumindest bei uns hier oben am Hotel deshalb ab ins Auto und nach Funchal. Die Hauptstadt habe wir uns für den Schluss aufgehoben. Und es scheint auch die Sonne. Nach einem Stadtbummel zum Forte de São Tiago bummelten wir in die historische Altstadt wo wir natürlich in einem der gemütlichen Lokale hängen geblieben sind. Zum Schluss ging es mit der Seilbahn hoch nach Monte bevor wir den Abend gemütlich im Hotel ausklingen ließen.    

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