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Alpentour
Oberallgäu, Achensee und Salzburger Land

Dieses Jahr fahren wir in den Pfingstferien, als Kontrast zu den Kanaren, in die Berge. Zuerst geht es ins Oberallgäu in die Nähe von Oberstdorf, dann an den Achensee und zum Schluss ins Salzburger Land. Am Samstag packen wir gemütlich unsere sieben Sachen ins Auto und fahren am Sonntag gemütlich los. So zumindest die Theorie, mal schauen ob wir genauso entspannt an unserem ersten Ziel ankommen.

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Die Anfahrt zum Christlessee hat dann wegen starkem Regen und viel Verkehr doch etwas länger gedauert, als erwartet. Endlich angekommen machten wir noch einen kleinen Spaziergang um den See direkt neben unserem Hotel mit kristallklarem Wasser - wirklich sehr schön.

Am ersten Urlaubstag starteten wir direkt vom Hotel zu unserer Wanderung. Durch den Hölltobel ging es hoch zum Bergbauerndorf Gerstruben. Der Weg war recht steil und steinig, eine ziemliche Kraxelei, aber mit tollen Aussichten auf die Klamm. Oben angekommen mussten wir uns erst mal im Berggasthof stärken, bevor es weiter ins Dietersbachtal ging. Vorbei an Wiesen mit Kühen gelangten wir zur Dietersbachalpe am Ende des Tals. Nach einer weiteren Pause mit wohlverdientem Radler ging es wieder zurück zum Hotel.

Heute wollten wir eigentlich hoch hinaus, nämlich aufs 2224 Meter hohe Nebelhorn. Allerdings machte uns der Rauch aus Kanada einen Strich durch die Rechnung, schon heute früh lagen den Berggipfel, die wir von unserem Balkon aus sehen im Dunst. Kurzerhand entschlossen wir uns die Breitachklamm zu durchwandern, ziemlich spektakulär und bei dem Wetter auch noch angenehm kühl und erfrischend. 

Noch immer hat uns der Rauch aus Kanada fest im Griff. Damit die Fahrt aufs Nebelhorn nicht auf dem Rauchhorn endet, haben wir das auf morgen verschoben. Statt dessen starteten wir noch mal zu einer Wanderung hier vom Hotel aus ins Trettachtal. Vorbei am Weiler Spielmannsau und der Alpe Oberau (mit Radlerpause auf dem Hin- und Rückweg) ging es begleitet von freundlichen Kühen bis ans Ende des Tals. Wirklich Schade, dass uns die Aussicht auf die Berge verwehrt blieb. 

Letzter Tag am Christlessee und damit auch die letzte Chance aufs Nebelhorn zu fahren. Der Kanadarauch ist zwar noch immer nicht ganz weg, aber schon deutlich besser als gestern. Deshalb ab in die Gondel und zuerst mal zur Bergstation Höfatsblick auf 1932 Meter. Bevor es ganz auf den Gipfel ging liefen wir noch eine Runde zum Zeigersattel mit Blick nicht nur auf den Enzian sondern auch auf den Seealpsee. Zurück am Höfatsblick schnell die Gondel gewechselt und hoch zum Gipfel auf 2224 Meter. Die Aussicht war doch recht spektakulär, besonders vom Nordwandsteig mit freier Sicht durch den Gitterboden nach unten.

Heute früh haben wir uns vom Christlessee verabschiedet, nicht ohne vorher noch einmal durchs Trettachtal zur Alpe Oberau in Spielmannsau zu laufen. Dann machten wir uns auf die Fahrt zum Achensee, wo wir am Nachmittag ankamen. Nach einer kurzen Fotosession vom See direkt vor unserem Hotel sind wir nach dem Abendessen noch zu einem kurzen Bummel durch Pertisau aufgebrochen.

An unserem ersten Tag am Achensee sind wir zu einer Wanderung aufgebrochen - bei 30 Grad. Zuerst ging es von Pertisau recht gemütlich am Seeufer entlang, dann wurde der Weg aber immer schmaler und steiniger. Wir mussten nicht nur unter Wasserfällen hindurch, es ging auch immer senkrechter zum See hinunter. Nach fast 5 Kilometern, Sonne und Hitze kamen wir schließlich an unserem Ziel, der Gaisalm, an. Es ist die einzige Alm die nur zu Fuß oder per Schiff erreichbar ist. Das Schiff nahmen wir dann auch, nach ein paar kühlen Getränken, um zurück nach Pertisau zu kommen.

Bei immer noch großer Hitze brachte uns heute die Karwendel Bergbahn auf den Zwölferkopf. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf Pertisau und den Achensee. Auch zu einer Wanderung sind wir gestartet, erstes Ziel war die Bärenbadalm zum Getränkestopp. Weiter ging es bergab und bergauf, so dass wir kurz vor der Bergstation der Karwendelbahn im Alpengasthaus Karwendel noch einmal einkehren mussten. Nach der Rückkehr zum Hotel und einem kurzen, sehr erfrischendem Bad im Achensee sind jetzt auch bei uns die Unwetter angekommen. Dafür soll es dann morgen nicht mehr so heiß sein. 

Gestern Abend hat es noch geschüttet wie aus Kübeln und heute hatten wir dann nur noch 15 Grad, halb so viel wie gestern. Außerdem war es bewölkt und zwischendurch hat es immer mal geregnet. Deshalb trauten wir uns nicht etwas größeres zu unternehmen und fuhren in die Karwendeltäler hier in Pertisau. Wir unternahmen ein paar kleine Spaziergänge, zuerst vom Alpengasthof Gern Alm und dann von der Gramai Alm aus.

Heute früh war der Sonnenschein zurück aber leider mussten wir uns vom Achensee verabschieden. Schade, es hätte hier noch ein paar interessante Sachen gegeben, die wir uns gerne angeschaut hätten. Quer durch die Berge ging es ins Salzburger Land, genauer gesagt ins Lammertal in die Nähe von Annaberg. Unsere Ferienwohnung ist fast am Ende der Straße, wir sitzen auf der Terrasse und sind umgeben von Kühen. Einsamkeit pur im Vergleich mit Pertisau.    

Hier noch das Kuhvideo:

Unser erstes Ziel heute war der Gosausee, ein Tipp von unserer Vermieterin. Mit Blick auf den Dachstein kann man den See umwandern, es gibt keine Steigungen, genau das Richtige für wieder beinahe 30 Grad. Der zweite Stopp war die Lammerklamm. Zuerst ging es viele Stufen hinunter in die Dunkle Klamm, dann an der eigentlichen Klamm entlang bis zu einer Brücke über den Fluss.    

Der Plan für heute war eigentlich über die Postalm, eine Mautstraße, zum Wolfgangsee zu fahren um dort mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren. Allerdings hat es uns auf der Postalm so gut gefallen, dass wir nicht nur auf einer Alm eingekehrt sind, sondern auch noch den Almblumenweg gewandert sind. War eine gute Entscheidung, denn in St. Gilgen am Wolfgangsee, wo wir noch kurz vorbei geschaut haben, war es nicht nur sehr heiß sondern auch sehr voll.

Da wir morgen heim fahren werden genossen wir heute noch mal das stille Tal in dem unsere letzte Unterkunft liegt. Wir wohnen im vorletzten Hof bevor das Tal endet und außer ein paar Kühen kommt hier wirklich kaum jemand vorbei. Nach einem gemütlichen Morgen sind wir von unserer Unterkunft aus auf eine kleine Wanderung gegangen, die unsere Vermieterin empfohlen hatte. Und wie versprochen sind wir unterwegs niemand begegnet außer einem Reh. Jetzt heißt es Koffer packen, dann noch mal lecker Essen gehen und morgen früh machen wir uns auf die Autobahn.

Fazit: Der Schnupperurlaub in den Bergen war herrlich! Wir hatten drei tolle Unterkünfte, die wir alle weiter empfehlen können: Das „elements“ Hotel Oberstdorf am Christlessee, das Seehotel St. Hubertus am Achensee und ganz besonders die Ferienwohnung Apartment Schichelreit in Annaberg-Lungötz im Salzburger Land. Absolut idyllisch und herrlich ruhig gelegen. Und nicht nur weil wir viele Dinge nicht anschauen konnten, da die Zeit nicht gereicht hat haben wir beschlossen: Wir kommen wieder. 

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